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GrundmannConsulting Veranstaltungsdetails


Die Welt wird weiblich - doch wem nützt das?

Veranstalter manager-lounge
Datum 21.05.2012
Veranstaltungsort Wirtschaftsclub Düsseldorf
Königsallee 60c
40212 Düsseldorf

Birgit Kelle, Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes New Women For Europe (NWFE)

Eine Kurzvita
Portrait des ReferentenDie freie Journalistin ist Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes New Women For Europe (NWFE) mit Beraterstatus am europäischen Parlament. Als Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus e.V. tritt sie für einen neuen Feminismus abseits von Gender Mainstreaming und Quotenwahnsinn ein. Geboren 1975 in Siebenbürgen, siedelte sie 1984 nach Deutschland um und lebt heute mit ihrer Familie am Niederrhein. Von 2005-2008 war sie Herausgeberin der christlichen Monatszeitung VERS1 und schreibt heute für verschiedene Printmedien und Blogs. In ihrer wöchentlichen Kolumne "Volle Kelle" bei dem Online-Magazin The European widmet sie sich Frauen, die gerne Frau sind, Männern, die solche bleiben wollen, und allen, denen der tägliche Wahnsinn noch nicht den Humor geraubt hat. Ihr Versuch, den demografischen Wandel im Alleingang aufzuhalten, ist trotz vier Kindern vorerst gescheitert. Seither schreibt sie dagegen an.

Beschreibung:
Meine Herren, ziehen Sie sich schon mal warm an, denn es steht außer Frage: Die Welt wird weiblich. In einer gleichnamigen Broschüre hatte sich bereits im Jahr 2010 die Werbeagentur GREY in Düsseldorf dem Trend gestellt: Rosa Hemden sind für Manager tragbar, ein sechsfacher Vater wird zum "Sexiest Man Alive" gewählt, echte Kerle widmen sich hingebungsvoll dem Kochen, selbst das iPhone hat weiblich runde Ecken und mit Obama wurde ein schmusiger Kandidat amerikanischer Präsident - was die Werbebranche längst aufgegriffen hat, dringt langsam in der gesellschaftlichen Wahrnehmung ebenfalls durch: Das weibliche Prinzip dominiert. Die Frauen haben die besseren Schul- und Uniabschlüsse, sie haben sich massiv auf Professoren- und Richterstühle vorgearbeitet, sie sind aus der Politik nicht mehr wegzudenken, wir werden von einer Frau regiert und nicht zuletzt, leben sie auch noch länger.

Umso seltsamer muten die derzeitigen Diskussionen um Frauenquoten, Herdprämien und sonstiges "Gedöns" an, als wären Frauen immer noch im Opferstatus voremanzipatorischer Zeiten verhaftet. Ganz falsch ist die Debatte nicht, denn von den Errungenschaften des Feminismus profitiert vor allem Eine: Die kinderlose, gut ausgebildete Frau.
Zumindest vordergründig kümmert sich die deutsche Familienpolitik aufopferungsvoll um die Frau in unserem Land. Wir haben Tausende von Frauenbeauftragten, den Girls' Day, Mentoring-Programme für Frauen- und Mädchenförderung, so weit das Auge reicht. Doch Frau ist nicht gleich Mutter. Nur diese aber kann die demographische Misere beseitigen. Jetzt soll sie aber auch den Fachkräftemangel beheben. Kinder müssen also her, sollen aber zu Hause nur noch als Durchlaufposten betreut werden, um den Weg für die Arbeitskraft ihrer Mütter frei zu machen. Längst steht im Fokus der Frauenpolitik also nicht mehr die Mutter, die sich um den Fortbestand der Generationen kümmert, sondern die Frau in der Arbeitswelt. Frauenquoten, Widerstand gegen das Betreuungsgeld, Frauenförderung in der Wirtschaft, flächendeckender Kita-Ausbau und sogar das Elterngeld, das als "Lohnersatzleistung" für den Schadensfall Kind definiert wird - alles Instrumente zur Förderung der berufstätigen Frau. Schön, klug und vom Manne unabhängig - so soll sie sein. Dafür hat der Feminismus jahrelang gekämpft. Endziel: Frauen-Vollbeschäftigung. Statistisch bringt Frau jedoch immer weniger Kinder zur Welt, je mehr sie beruflich tätig ist und je höher sie auf der Karriereleiter steigt. Damit ist das Dilemma perfekt.

Wie kommen wir wieder aus der Misere? Wie wollen wir als Mann und Frau in unserer Gesellschaft leben? Was wollen Frauen wirklich? Wie bringen wir Familie und Arbeitsmarkt zusammen und warum wird uns die Ökonomisierung der Kindheit mehr schaden als nützen? Lassen Sie uns diskutieren.

Hier einige Links zu Artikeln, die Online zu lesen sind:

FOCUS: Wir brauchen einen femininen Feminismus: http://www.focus.de/politik/deutschland/der-berufstaetigen-kinderlosen-frau-liegt-die-welt-zu-fuessen-die-naechste-frauenbewegung-wird-sich-um-die-muetter-kuemmern-muessen-ein-plaedoyer-von-birgit-kelle_aid_722799.html

The European: Shitstorm über dem Familienministerium: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/10803-shitstorm-ueber-dem-familienministerium

Die Welt: Das Betreuungsgeld sorgt für Gerechtigkeit http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13701159/Das-Betreuungsgeld-sorgt-fuer-Gerechtigkeit.html

Brand Eins Magazin: Vorsicht Studie! http://www.brandeins.de/magazin/transparenz/vorsicht-studie.html

The European: Nachhaltig kinderlos http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/9436-familienpolitik-oder-kinderpolitik

The European: Diktatur des Feminismus http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/6238-diktatur-des-feminismus